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Tierschutz fängt bei der Nahrung an

Die Ernährung von Hund und Katze stellt sich für viele Tierliebhaber ganz einfach dar: in den Supermarkt gehen und kaufen. Aber bei der großen Auswahl fällt es dann doch schwer, sich für ein Produkt zu entscheiden. Soll man das mit dem niedlichen Westi auf dem Etikett nehmen, oder lieber das mit dem Schäferhund? Oder nach welchen Kriterien soll man seinem Liebling das Futter aussuchen?

Ist Trockenfutter besser als Naßfutter?

Nicht immer ist das Futter, das dem vierbeinigen Hausgenossen am besten schmeckt, auch das beste für ein gesundes Leben. Man kann viele Risiken ausschalten, wenn man ein Futter wählt, das keine Zusatzstoffe enthält.

Hundenahrung und Hundeernährung ohne chem. Zusätze
Katzennahrung und Katzenernährung ohne chem. Zusätze


Seit 1996 beschäftigen wir uns mit Fertignahrung, deren Zusammensetzung und Verträglichkeit und der naturnahen gesunden Ernährung von Hunden und Katzen. Hierfür haben wir einige wichtige Informationen zusammengetragen:

A. Zunächst Angaben, die für Trocken- und Naßfutter gleichermaßen gelten, unter
B. dann der Unterschied.

A. Was auf der Verpackung geschrieben steht - und was sich dahinter verbirgt

Die Hersteller müssen folgende Informationen auf der Verpackung angeben:

1. Zusammensetzung der Hunde- und Katzennahrung (geordnet nach Gewichtsanteilen)
2. Inhaltsstoffe oder Schlüsselwerte (z.B. Rohprotein, Rohfett usw.)
3. Zusatzstoffe (Vitamine, Konservierungsstoffe, Antioxidantien, Zucker))
4. Fütterungsempfehlung (entspricht dem Energiebedarf des Tieres) das muss man auch "lesen":
5. „was nicht draufsteht“ (oder versteckt doch?)
6. Zusammenfassung


zu 1. Die Zusammensetzung der Hunde- und Katzennahrung
Die Urahnen von Hund und Katze waren Raubtiere, oder besser Beutefresser. Sie mögen heute ganz anders aussehen, der Magen- Darm-Trakt ist immer noch der gleiche wie bei einem Raubtier. Deshalb sollte auch die Nahrung möglichst der Beute nachempfunden sein, also aus dem Pansen ein kleiner Anteil Grünzeug (Gemüse, Gras) und Getreide sowie ein größerer Anteil Fleisch und Innereien (Pansen, Leber, Herz usw.)

Weitere „Zutaten“ sind in einem naturnahen Futter nicht erforderlich.

Die Auflistung der Zusammensetzung gibt Hinweise darauf, ob das Futter biologisch wertvoll ist. Die Bioverwertbarkeit (d.h. wie gut der Körper die Proteine (Eiweiße) verwerten kann) von z.B. Eiern ist optimale 100%, von Hühnerfleischmehl über 90%, von Rind 78%, von Weizen 60%, von Mais 54%. Weizen oder Mais alleine würden für Beutefresser keine ausgewogene Ernährung darstellen, aber in der Kombination mit einem oder zwei guten tierischen Eiweißlieferanten entsteht eine Nahrung von guter biologischer Verwertbarkeit.

Ein gutes Futter besteht aus:
- Fleisch; die Art des Fleisches muss angegeben werden: Rindfleisch oder gemahlenes Rindfleisch etc. Die Bezeichnung "Rind" sagt nichts über die Fleischart aus, es können Hufe, Fell, Urin, Därme mit Inhalt usw sein.

- einem kleinen Teil von Innereien :Pansen, Leber, Herz, ...

- maximal 50% (besser 25 - 30%) aufgeschlossenem Getreide und/oder Gemüse (Kohlehydrate und pflanzliche Fasern)

- allen notwendigen natürlichen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, die nicht auf der Verpackung aufgeführt werden, da sie Bestandteil der Nahrung sind.

Die Reihenfolge der Zusammensetzung gibt an, in welchen Anteilen die Zutaten enthalten sind. Steht also Fleisch an erster Stelle, muss der Fleischanteil auch größer sein als alle weiteren Zutaten.

Was das Futter nicht enthalten sollte:
- minderwertige Eiweißquellen wie „ominöse“ Nebenprodukte, (z.B. Grieben = gemahlene Rinderhaut, überwiegend pflanzliche Eiweiße.

- chemische Konservierungsstoffe oder chemische Antioxidantien (Ethoxyquin, BHA, BHT, Propylgallate)

- chemische Farbstoffe

- Zucker, Karamel

- leere Füllstoff und Ballaststoffe wie Erdnusshüllen, Zellulose, „Trockenschnitzel“ (diese Zutaten zeigen, dass bei der Futterherstellung gespart wird. Diese Produkte geben dem Tier das Gefühl der Sättigung ohne wirklich verwertbare Nahrung zu liefern. Dieses sind minderwertige Formen der Ballaststoffe“, da sie im Gegensatz zu Vollkorngetreide oft Verdauungsprobleme verursachen).

Die Zutaten-Liste (Zusammensetzung) sollte also enthalten (in dieser Reihenfolge)
Fleisch (Rindfleisch, Geflügelfleisch, Hühnerfleisch, ...) *7).
Gemüse
Getreide

Achten Sie darauf, dass der Begriff „Fleisch“ in der Bezeichnung enthalten ist! Bei der Bezeichnung „mit Huhn“ können alle Teile des Huhns enthalten sein, also auch Kopf, Füße, Federn, Darm usw.

zu 2. Inhaltsstoffe oder Schlüsselwerte
In der Angabe der Inhaltsstoffe werden die Minimumgehalte an Rohprotein (Roheiweiß) und Rohfett sowie die Maximumgehalte an Rohasche, Rohfasern und Feuchtigkeit angegeben.

Rohprotein (Roheiweiß) *1) ist der wichtigste Inhaltsstoff für Katzen- und Hundenahrung. Gute Eiweißquellen, die der Körper verwerten kann, sind Hühner-, Rind-, Wild- und Lammfleisch, Fisch, Eier und Hüttenkäse sowie Innereien wie Herz (wird oft zum Muskelfleisch gezählt) und Leber. Pflanzliche Proteine sind Weizen, Hafer, Sesam, Reis. Mais und Soja sollten gemieden werden, da eine Genmanipulation nicht ausgeschlossen werden kann *2).

Hunde und Katzen sind Beutefresser. Dieses bedeutet, dass Eiweiß hauptsächlich tierischen Ursprungs sein sollte, da Pflanzenteile in den Beutetieren nur in geringen Mengen (nämlich im Pansen) vorkommen.

Das Problem ist, dass die Hersteller von Hunde- und Katzenfutter die im Futter enthaltenen Eiweißmengen als Rohproteinmengen angeben. Rohprotein ist die Gesamtmenge an Eiweiß, sagt aber nichts darüber aus, wie viel tierisches und wie viel pflanzliches Eiweiß enthalten ist und wie wertvoll das enthaltene Eiweiß ist, also wie viel davon der Körper auch wirklich verwerten kann.

Die Angaben der Menge beziehen sich bei Trocken- und Nassfutter auf verschiedene Voraussetzungen. So ist der Rohproteingehalt im Trockenfutter auf die Trockensubstanz bezogen, während die Rohproteinangabe bei Nassfutter sich auf die Feuchtnahrung bezieht. Es sind also ganz verschiedene Werte.

Rohfett ist der wichtigste Energielieferant für die Verwertung der fettlöslichen Vitamine A, D3 und E. Auch hier gibt es einen Unterschied zwischen tierischem und pflanzlichem Fett, wobei die tierischen von Hund und Katze wesentlich besser verwertet werden können. Zuviel Fett macht zwar dick, aber ein Mangel führt zu Hauterkrankungen (stumpfes Fell, Schuppen) und Fruchtbarkeitsstörungen (geringe Anzahl Welpen).

Rohfascheist natürlich keine Asche, die dem Futter zugemischt wird, sondern ein errechneter Wert, der angibt, wie gut das Futter im Magen- Darm-Trakt verwertet wird. Hat das Futter eine gute Verdaulichkeit, ist der Wert klein (1,5% bis 2%), ist die Verdaulichkeit weniger gut, ist der Wert größer. Diese Werte spiegeln sich auch im Kotabsatz wieder, also bei schlechter Verdaulichkeit gibt’s große Haufen.

Rohfasersind Ballaststoffe, die die Darmtätigkeit regulieren. Ein zu hoher Anteil führt zu einer schlechteren Futterverwertung und zu einem höheren Anteil an Rohasche. Wird nur Fleisch gefüttert und fehlen die Rohfasern, kommt es zu Leberschäden. Ein guter Rohfaser-Wert liegt bei etwa 2%, *3).

Feuchtigkeitist in Fleisch enthalten (natürliche Feuchte ca. 76%). Diese Feuchtigkeit wird bei der Herstellung von Trockenfutter mit hohem Energieaufwand bis auf einen Rest von ca. 10% entzogen.

Mineralstoffesind in einem guten Futter durch die Zutaten in aureichenden Mengen enthalten *6)

Die Inhaltsliste sollte also enthalten:
Feuchtfutter Trockenfutter
Rohprotein:ca. 12%ca. 25%
Rohfett:ca. 6%ca. 8,5%
Rohasche:ca. 2%ca. 3,3%
Rohfaser:ca. 2%ca. 23,5%
Feuchtigkeit:ca. 78%ca. 10%


3. Zusatzstoffe (Vitamine, Konservierungsstoffe, Antioxidantien)(bis 1974 als Fremdstoffe deklariert)
Als Zusatzstoffe werden alle Beimengungen deklariert, die der Grundsubstanz zugesetzt werden, sei es zur billigeren Herstellung (Fleischzusatzstoffe wie Haut, Urin, Därme, Hufe, Geflügelköpfe, Füße, Federn; pflanzliche Zusatzstoffe wie Maisspindeln, Erdnusshülsen, Stroh, Rübenschnitzel), zur Geschmacksverbesserung (Zucker, Karamel), zur optischen Verschönerung (chemische Farbstoffe)*4), als Stabilisatoren *5) Konservierungsstoffe und Antioxidantien (z.B. Ethoxiquin, das auf der 6stelligen Giftigkeitsskale auf der dritten Stelle steht) und Vitamine (werden als Antioxidantien eingesetzt oder müssen der Grundsubstanz zugefügt werden, weil sie beim Fertigungsprozess zerstört wurden oder aber bis zum Haltbarkeitsdatum in ausreichender Menge im Futter vorhanden sein müssen.

Vitamine sind keineswegs immer gesundheitsfördernd, besonders nicht in überdosierten Mengen.

Zusatzstoffe: ein hochwertiges Futter sollte ohne Zusatzstoffe auskommen

Vitamine - und ihre Wirkung

aus „Vitaminschock" von H.-U. Grimm und J. Zittlau, ISBN 3-426-27250-4

Bedarf

( pro Tag bei Menschen von 60-70kg Gew.)

Überdosierung

(pro Tag bei Menschen von 60-70kg, bei Tieren weniger, entsprechend dem Gewicht)

mögliche Folgen
der Überdosierung

Vitamin A

(fettlöslich)

0,8 - 1,0mg

ab 3.000IE 0,8 - 1,0mg

ab 10.000IE gefährlich

Appetitverlust

Haarausfall, Osteoporose

Aborte, Missbildungen

Austrocknung der Haut

Beta-Carotin

2mg

ab 20mg

gelbe Hautfärbung

erhöhtes Krebsrisiko

Vitamin B1

(Thiamin)

1,0 - 1,5mg

hochdosierte Injektion

Übelkeit Erbrechen

Mundtrockenheit Schwindel

Gehprobleme

Vitamin B2

(Riboflavin)

1,5 - 1,8mg

keine bekannt

gelbe Verfärbung des Urins

ungefährlich

Vitamin B3

(Niacin)

10 - 16mg

ab 100mg

in der Leber gespeichert

Übelkeit Kopfschmerz

Muskelkrampf Gelbsucht

Herzrhythmusstörungen

Leberschäden

Vitamin B5

(Pantothensäure)

ca. 6mg  keine bekannt ungefährlich

Vitamin B6

(Pyridoxin)

1,2 - 2mg weniger als 100mg

Neuropathie (Nervenerkrankung)

Schwindel

Empfindungsstörung

Vitamin B7

(Biotin)

20 - 60 Mikrogramm keine bekannt ungefährlich

Vitamin B12

(Cobalamin)

ca. 3 Mikrogramm keine bekannt ungefährlich

Folsäure

(zusammen mit B12)

ca. 400 - 600 Mikrogramm keine bekannt ungefährlich

Vitamin C

(Ascorbinsäure)

30 - 100mg weniger als 500mg

Durchfall Nierensteine

Unfruchtbarkeit

blutiger Stuhlgang

Vitamin D

(fettlöslich)

keine Angaben

weniger als

25 Mikrogramm

Appetitlosigkeit Übelkeit

Muskelschwäche Kopfschmerzen

Nierensteine Arthritis

Arterienverkalkung Bluthochdruck

Knochenschäden

Vitamin E

(fettlöslich)

12 - 15mg weniger als 200mg

Übelkeit Müdigkeit

Muskelschwäche Kopfschmerzen

Bluthochdruck

verzögerte Wundheilung

geringere Schilddrüsentätigkeit

Vitamin K keine Angaben weniger als 0,5mg Tumorfördernd

4. Fütterungsempfehlung Eine der wichtigsten Angaben!
Die vom Hersteller auf der Verpackung gelisteten Fütterungsempfehlung sollte unbedingt eingehalten werden. Wird diese Menge Futter von dem Tier nicht gefressen, sollte auf ein Futter umgestellt werden, bei dem die angegebene Menge aufgenommen werden kann. Je größer die empfohlene Tagesration, desto kleiner die Qualität des Futters. Bei Feuchtfutter sollte die Futtermenge bei größeren Tieren ab 15kg etwa 1/50 des Tiergewichtes oder dem Gewicht des Tieres mal 0,02 entsprechen, bei kleineren Tieren etwa Gewicht mal 0,04. Kann der Hund oder die Katze die empfohlene Menge des Futters nicht aufnehmen, so bekommt er nicht die ausreichende Menge Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente und ist somit unterversorgt. Dies kann über einen längeren Zeitraum zu Mangelerscheinungen führen. Die empfohlene Menge gilt für einen Hund mit Normgewicht (je nach Rasse und Größe) und für einen „normal“ bewegten, d.h. der Hund geht zweimal am Tag etwa eine halbe Stunde „Gassi“. Bei Katzen gilt die Fütterungsempfehlung für Katzen, die in der Wohnung leben oder nur einen kleinen Bewegungskreis haben. Bei mehr Aktivitäten muss auch mehr gefüttert werden. Bei Trockenfutter muss berücksichtigt werden, dass z.B. 300g Futter mit 10% Feuchte durch die notwendige Wasseraufnahme von 70% zu etwa 510g ! im Magen aufquillt bei dann 80% Feuchtigkeit.

Achtung

Die Fütterungsempfehlung ist eine vom Gesetzgeber vorgeschriebene Angabe auf der Verpackung und muss den Nährwert des Inhalts angeben. Dieser muss in einem bestimmten Verfahren ermittelt werden. Darum ist die Fütterungsempfehlung die wichtigste Angabe, denn aus ihr kann man die Qualität des Futters erkennen.

Faustregel: Je höher die Fütterungsempfehlung, desto geringer der Nährwert.
Darum: Wenig Gutes ist billiger als viel Billiges!!!!

5. „was nicht draufsteht“ (oder -versteckt- doch?)
Was die Auflistungen auf den Verpackungen nicht erzählen: dass viele Vitamine und Aminosäuren sowie Fette durch die Erhitzung entweder zerstört werden oder so geändert werden, dass der Körper sie nicht mehr verwerten kann. Dadurch wird oft vor allem ein Mangel an Vitamin B sowie an essentiellen (lebenswichtigen) Fettsäuren festgestellt. Oft werden darum, besonders bei Trockenfutter, sehr hohe Dosen synthetischer Vitamine (A, B, C, D2, E) wieder zugesetzt.

Das 4% Märchen

Man kann es auf beinahe jeder Supermarktdose lesen. „Fleisch- und tierische Nebenprodukte (Lamm mind. 4%)“. Na prima, denkt man sich. Wenigstens 4% Lammfleisch, immerhin. Irrtum! Diese Inhaltsangabe besagt lediglich, dass von den 100% in der Dose 4% vom Lamm kommen. Das kann zwar Lammfleisch sein, aber ebenso gut Lammdärme, Lammhirn oder Lammmuskelgewebe. Über die übrigen 96% der Dose gibt es keinerlei Angaben *4). Weder darüber, ob Fleisch verwendet wird, noch darüber, von welchem Tier die Produkte überhaupt stammen. Die Dose kann also z.B. auch 96% Rinderschlachtmüll enthalten, aber dennoch „Lamm“ heißen! Wer europäisches Rindfleisch vermeiden will, aus Angst vor BSE zum Beispiel, fährt also auch bei einer „Lammdose“ nicht besser als bei einer „Rinddose“. Einige Hersteller suggerieren, sie lieferten unseren Katzen Abwechslung, weil sie 20 verschiedene Geschmacksrichtungen anbieten. Doch vergessen Sie nicht:: tatsächlich unterscheiden sich alle Dosen nur in der „geschmacksbestimmenden Komponente“, die nur 4% des Doseninhaltes ausmacht. Kann die Katze diese 4% überhaupt herausschmecken? Dazu kommt noch, dass eine „Lammdose“ mehr Fisch enthalten kann als eine „Lachsdose“, eine „Rinddose“ mehr Ente als eine „Entendose“. Denn: in einer Lammdose können z.B. 4% Lamm und 96% Schwein sein. In einer „Rinddose“ können 4% Rind und 96% Lamm sein. In einer „Entendose“ 4% Ente und 96% Rind usw. Super für die Hersteller, denn man kann in eine Dose immer das hineinfüllen, was gerade am billigsten zu bekommen ist. Das führt auch dazu, dass eine „Huhndose“ in einer Woche bei einem Hund oder einer Katze gut ankommt, in der nächsten Woche aber überhaupt nicht. Vielleicht war in der ersten Woche 75% Huhn drin, in der zweiten 75% Rind.

Fleisch oder? Truthahn / Truthahnfleisch / Truthahnfleischmehl - alles dasselbe, oder?
Auf den ersten Blick könnte man das eigentlich vermuten. Doch die Unterschiede sind beträchtlich. Hier eine kurze Erklärung der Deklarationen auf Trockenfutterpackungen:

Truthahn: Nebenprodukte. Also Schlachtmüll. Im Deutschen kann aber Truthahn stehen, man muss nicht „Nebenprodukte“ schreiben!!!

Truthahnfleisch: Ist Fleisch (zum größten Teil), ABER gewogen als Frischfleisch VOR dem Trocknen. Trick!: Über 70% des Fleisches ist Feuchtigkeit und Fett. Wenn nun die Feuchtigkeit entzogen wird und das Truthahnfleisch zu Truthahnfleischmehl verarbeitet wird, hat es nur noch 30% seines Gewichtes. So kann es vom 1. Platz der Inhaltsliste zum 4., 5. oder 10 Platz in der Inhaltsliste bei Trockenfutter abrutschen.

Truthahnfleischmehl: Das Truthahnfleisch nach dem Trocknen. Sinkt also in der Inhaltsangabe nicht nach unten, weil es SO verwendet wird, wie es ist! Truthahnmehl: Getrocknete Nebenprodukte. Kein Fleisch.

6. Zusammenfassung:
Eine hochwertige Hunde- und Katzennahrung würde z.B. etwa folgende Angaben - und nur diese !!! auf dem Etikett haben. Weitere Angaben mindern meistens die Qualität der Nahrung oder verfälschen sie.
Zusammensetzung: Fütterungsempfehlung: (aufnehmbare Nassfuttermenge)
Rindfleisch Hund 5kg ca. 210 ml
Gemüse Hund 15kg ca. 315 ml
Reis Hund 25kg ca. 425 ml
Taurin (nur für Katzen)  
Inhaltsstoffe:
Rohprotein: 12% (Nassfutter)  
Rohfett: 6% Katze 4kg ca. 210 ml
Rohasche: 1,5% Katze 7kg ca. 315 ml
Rohfaser: 0,5%  
Feuchtigkeit 78% (natürliche Feuchtigkeit des Fleisches)  
Bei Trockenfutter ist die Fütterungsempfehlung der jeweiligen Verpackung zu entnehmen.

B. Der Unterschied zwischen Trocken- und Naßnahrung
Die erste industriell hergestellte Hundenahrung war eine Nassnahrung, da sie der Beute nachempfunden wurde. Erst später entwickelte man Trockenfutter, da es ein geringeres Gewicht beim Transport, ein geringeres Volumen bei der Lagerung und geringere Herstellungskosten hatte und "sauberer" beim Füttern ist.
Naßnahrung: Trockennahrung:
enthält ein Großteil der benötigten Flüssigkeitsmenge aus der natürlichen Feuchtigkeit des Fleisches enthält nur sehr wenig der benötigten Flüssigkeitsmenge
nur wenige Zusatzstoffe, meistens Vitamin E, bei ARAS keine viele Zusatzstoffe, überdosierte Vitamine, Konservierungsstoffe, bei ARAS und Marengo keine
nach dem Öffnen leicht verderblich lange offen haltbar
in guten Futtern ist die Fleischstruktur, die eingesetzten Getreide und Gemüse noch erkennbar eingesetzte Grundstoffe sind nicht erkennbar
kann keine Futtermilben-Allergie auslösen kann Futtermilben-Allergie auslösen
teurer in der Herstellung billiger in der Herstellung
Futtermengen zu groß (lt Fütterungsempfehlung), bei ARAS in Tagesrationen aufgeteilt  
   
   
Futtermengen zu groß (lt Fütterungsempfehlung), bei ARAS in Tagesrationen aufgeteilt wenig Verpackungsmüll

Quellennachweis:

1) Palinka, L.: The Consumer’sGuide to Cat Food, 1996 NY
2) Stein, D.: Natural Healing for Dogs and Cats, 1993 Freedom CA
3), 4) Gosselin (Hrsgeb.): Clinical Toxicology of Commercial Products, 1984 Baltimore
5) Prof. Dr. I. Elmadfa : GU Kompaß E - Nummern
6) Numminen, M.: Mirjamin Kissanhoito-opas, 1996 Jyväskyl Finnland